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PÄPSTLICHES KOMITEE FÜR GESCHICHTSWISSENSCHAFTEN



OPUS JUSTITIAE PAX

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DIE PAPSTAUSSTELLUNG

OPUS JUSTITIAE PAX –

Das Werk der Gerechtigkeit ist der Frieden.

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Als Pius XII. am 9. Oktober 1958 starb, hat die freie Welt ihn als großen Papst gewürdigt. Auch die damalige jüdische Welt erkannte sein segensreiches Wirken vorbehaltlos an. Israels Außenministerin Golda Meir pries ihn als wichtigen Freund des jüdischen Volkes. Denn Pius XII. hat zum Holocaust nicht geschwiegen. Er hat auf vielfältige Weise gesprochen. In der Berliner Ausstellung wird dieses Sprechen des Papstes erstmals seit über sechs Jahrzehnten wieder zu hören sein.
„Pius XII. war ein mutiger Papst, der viele Juden rettete.“ Mit diesem Satz fasst Garry L. Krupp, der Präsident der jüdische Stiftung „Pave the Way“, im September 2008 das Ergebnis langjähriger historischer Forschungen seiner Stiftung zusammen. Krupp erklärte, dass er in der Meinung aufgewachsen sei, Pius XII. sei ein Kollaborateur der Nationalsozialisten und Antisemit gewesen. Es war für ihn ein Schock, als er durch Dokumentationen und aus dem Mund von Überlebenden erfuhr, dass die Wirklichkeit eine völlig andere war.

 

IN DER BERLINER AUSSTELLUNG geht es um Eugenio Pacellis gesamte Lebenszeit. Mithin um einen Mann, der am 2. März 1876 in Rom geboren und 1899 zum Priester geweiht wurde – der Doktor der Theologie und Jurisprudenz und Professor für Kanonisches Recht und kirchliche Diplomatie war, der im Juni 1917 als Friedensbotschafter Papst Benedikts XV. im Großen Hauptquartier des deutschen Kaisers Wilhelm II. vergeblich für das sofortige Ende des Ersten Weltkrieg eintrat, als Apostolischer Nuntius in München und Berlin Kaisersturz, Räteterror und Weimarer Republik aus nächster Nähe erlebte – der 1929 zum Kardinal ernannt, bald darauf im Vatikan das Amt des Kardinal-staatssekretärs übernahm – der als päpstlicher „Regierungschef“ nach Jahren des Ringens mit Faschismus, Kommunismus und Nationalsozialismus schließlich 1939 zum Papst gewählt wurde und das Petrusamt so ausübte, dass ihn Millionen Gläubige und große Teile der nichtchristlichen Welt bis zu seinem Tod am 9. Oktober 1958 für die ideale Verkörperung eines Papstes hielten.

Die Papstausstellung im Neuen Flügel vom Schloss Charlottenburg zeigt das unverzerrte Bild Eugenio Pacellis, der auch ein Berliner war. Nach ihm wurde die Pacelliallee in Zehlendorf benannt. Für Freunde von Glanz und Gloria wird ebenso etwas geboten. Der besondere Höhepunkt: Neben wertvollen Pontifikalgewändern ist zum ersten Mal die Tiara, die dreifache päpstliche Krone, nördlich der Alpen zu sehen.
Wer die Wahrheit liebt und den Mut hat, seine eigenen Vorurteile zu hinterfragen, sollte sich diese Sonderausstellung im Neuen Flügel von Schloss Charlottenburg nicht entgehen lassen.